Logo der Habichtswald-Klinik     HABICHTSWALDKLINIK
           Klinik für Ganzheitsmedizin und Naturheilkunde                                           Psychosomatische Abteilung

                      34131 Kassel - Bad Wilhelmshöhe

                  Informationen zu Krankheiten
Weitere Medizinische Informationen und Links - speziell auch von
                                   
der Inneren Abteilung der Habichtswaldklinik -  klicken Sie hier

Posttraumatische Belastungsstörung

 Eine neue psychotherapeutische Behandlungsmethode für Patienten mit posttraumatische r Belastungsstörung

Die Posttraumatische Belastungsstörung gehört zu den häufigsten psychosomatischen Krankheitsbildern. Seit einigen Jahren steht eine neue psychotherapeutische Behandlungsmethode (EMDR = Eye Movement Desensitization and Reprocessing) zur Bearbeitung traumabezogener Erinnerungen zur Verfügung. Das Wirkprinzip der EMDR-Behandlung besteht in einer kontrollierten Reaktivierung der belastenden Erinnerungen, kombiniert mit gleichzeitiger bilateraler Stimulierung, z.B. durch Augenbewegungen. Für dieses neue Therapieverfahren liegen bereits eine Reihe sehr ermutigender Studienergebnisse vor. Im Rahmen einer Behandlung der posttraumatische n Belastungsstörung in der Habichtswaldklinik wird bei entsprechender Diagnose eine EMDR-Behandlung angeboten. 

Psychotherapeutische Behandlung bei posttraumatische r Belastungsstörung

Fast alle therapeutischen Schulen stimmen darin überein, dass beim Vorliegen von posttraumatische r Belastungsstörung der Fokus der Behandlung in einem dosierten Wiedererleben der traumatischen Erfahrung und der damit verbundenen Gefühle und körperlichen Reaktionen liegen sollte. Dadurch wird eine Stärkung der Ich-Funktion, eine Aufhebung der Dissoziation und damit eine Integration der traumatischen Erfahrungen in die Psyche erreicht. Eine Traumaverarbeitung ist gelungen, wenn die betroffene Person ohne erschütternde Emotionen über das erlebte Trauma sprechen kann. Ziel der psychotherapeutischen Behandlung ist es, dem betroffenen Menschen zu helfen, die traumatische Erfahrung in sein gegenwärtiges Leben zu integrieren. Die therapeutische Arbeit verläuft dabei in individuell zu gestaltenden Phasen, die sich nach Schwerpunkten wie folgt aneinanderreihen:  

Traumaverarbeitung und Gestaltung des aktuellen Lebens und der Zukunft.  

Sicherheit und Stabilisierung

Die Wiederherstellung eines Grundgefühls von persönlicher Sicherheit steht mit gutem Grund an erster Stelle der Traumatherapie, da das Erleben der traumatischen Situation bei den Betroffenen in der Regel zu großen Verunsicherungen geführt hat. Die psychotherapeutische Bearbeitung der Traumatisierung ist daher nur ein Baustein in der Behandlung traumatisierter Menschen. Wichtig ist zu prüfen, ob der gewählte Zeitpunkt für die Traumabearbeitung richtig ist und ob nicht andere Bedürfnisse und therapeutische Zielsetzungen im Vordergrund stehen oder stehen müssten. Das bedeutet, hier in der Habichtswaldklinik wird nach der Aufnahme und Diagnosestellung von Posttraumatische r Belastungsstörung überprüft, ob der jetzige Zeitpunkt für eine Traumaexposition sinnvoll ist. Die Indikation zur Traumabearbeitung sollte nicht an abstrakten Regeln orientiert werden und je nach traumatischer Erinnerung psychotherapeutisch bearbeitet werden. Sinnvoll ist es vielmehr zu fragen, ob die Traumabearbeitung dem/r bestimmten PatientIn im Moment weiterhelfen könnte. Wohlgemeinte, aber ohne ausreichende Vorbereitung oder ohne ausreichende Kenntnis der Problematik dem/r PatientIn oder zur falschen Zeit durchgeführte Traumatherapie kann im schlimmsten Fall zu Retraumatisierungen führen. Dies geschieht, wenn die Auseinandersetzung mit der traumatischen Erinnerung keine Verarbeitung und Integration ermöglicht.  

Posttraumatische Belastungsstörung mit EMDR behandeln

ist eine von mehreren Möglichkeiten der Traumaverarbeitung. Seit 1993 wurde eine Technik (EMDR) entwickelt, die gezielt an der Veränderung traumabezogener Erinnerungen und Symptome ansetzt. Das Verfahren bietet den Vorteil einer besonders raschen Durcharbeitung des traumatischen Materials, was die Gesamtbelastung für PatientInnen deutlich senkt.

Die EMDR-Behandlung wird bei posttraumatische r Belastungsstörung als therapeutischer Baustein im Rahmen eines Gesamtbehandlungsplanes zur Traumabearbeitung und Traumaintegration angewendet. Die Grundvorgehensweise besteht darin, dass der/ie PatientIn im Rahmen  einer therapeutischen Beziehung eine Konfrontation mit dem Trauma erlebt. Mit therapeutischer Unterstützung werden dabei kognitive, emotionale und körperliche Reaktionen auf das Trauma wiederbelebt und wahrgenommen. Es geht darum, die in der traumatischen Situation aufgehobenen Verbindungen zwischen Wahrnehmung, Gedanken, Emotionen und Körperreaktionen wieder herzustellen, um damit die traumabedingten Reaktionen aufzulösen.  

Besondere Bedeutung wird in der EMDR-Behandlung darauf gelegt, alle zu einem traumatischen Ereignis gehörenden Sinnesqualitäten anzusprechen und einzubeziehen. Die in der traumatischen Situation aufgehobene Verbindung zwischen Wahrnehmung, Gedanken und Körperreaktion wird wieder hergestellt. Dadurch erfolgt eine kognitive Umstrukturierung, indem die durch die Traumatisierung veränderten Selbst- und Objektrepräsentanzen wieder positiv korrigiert und integriert wird.  

Behandlungsangebot für PatientInnen mit posttraumatische r Belastungsstörung in der Habichtswaldklinik

In der psychosomatischen Abteilung der Habichtswaldklinik ist es möglich, bei der Diagnose „posttraumatische Belastungsstörung“, eine Traumaexposition mit der EMDR-Technik (auch andere Methoden wie „Bildschirmtechnik“ und „Beobachter-Technik“ stehen zur Verfügung) durchzuführen, wobei die Stabilisierung und das Erarbeiten von Sicherheit im Vordergrund steht. Alle PatientInnen werden über Behandlungsmöglichkeiten beraten und informiert. Wir können EMDR-Behandlungen in unserer Abteilung im Rahmen eines stationären Aufenthaltes durchführen, falls das erforderlich und erfolgversprechend erscheint.

von Anna Hoeß, Therapeutin (ECP)

Animationen animierte Augen

Weitere Medizinische Informationen und Links für Patienten und Interessierte - von Adoleszenzkrise bis Trauma finden Sie hier.

Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten steht Ihnen unsere Chefärztin im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in unserer Privatambulanz.

Sagen Sie uns ruhig mal Ihre Meinung!
Oder stellen Sie Ihre Fragen -
klicken Sie uns hier an...

 

Sie möchten diesen Artikel ausdrucken? Markieren Sie den Text, gehen Sie in der Symbolleiste auf "Datei", dann auf "Drucken", danach "Markierung" anklicken und dann erst drucken, denn sonst verlieren Sie durch die nachfolgende Themenübersicht unnötiges Papier.

Aktualisiert: Juni 2010

Weitere Informationen zu Krankheiten finden Sie bei der Wicker-Gruppe unter www.informationen-zu-krankheiten.de. Info-Material zur Klinik anfordern: www.wicker-gruppe.de/infomaterial-anfordern.html

Weitere Fragen? Ihre Meinung? 
Schicken Sie uns eine Email

info@habichtswaldklinik.de

Telefon +49 (0) 56 1 - 31 08-  305, 327, 179 oder - 523
Telefax 31 08 - 106

Habichtswaldklinik

· Impressum· Anfahrt

Wigandstraße 1 · 34131 Kassel - Bad Wilhelmshöhe (Germany)
Telefon +49 (0) 56 1-3108-0 · Telefax 31 08 - 128

Servicetelefon 0800 / 8 90 11 00 · Info-Fax 0800 / 7 32 73 80

 

Haftungshinweis:
Für die gemachten Angaben wird keine Gewähr übernommen; im Einzelfall ist immer ein Arzt zu konsultieren! Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.